In letzter Sekunde

Das war knapp. Gerade noch kurz vor Schluss die Hausarbeit zur Post gebracht. Es gab zum Schluss noch erhebliche technische Probleme: das Dokument lies sich einfach nicht mehr setzen. Dank Github konnte ich eine frühere Version reaktivieren und es dann noch so einigermaßen hinbekommen. Nun habe ich auch mal wieder die Zeit gefunden mein wiki ein bisschen zu bearbeiten und ein paar Sachen festzuhalten. Und natürlich gibt es am Ende des Semesters auch gleich ein paar gute Vorsätze fürs Neue:

  • Wiki regelmäßig füllen
  • noch mehr lesen
  • Layout der Hausarbeit überabeiten
  • knitr lernen

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht, denn das Semester hat schon wieder begonnen und ich bin umzingelt von 500 Seiten Lesestoff und einer Menge Aufgaben

Durchgewunken

So. wieder einen Schritt weiter. Mein im Forum vorgestelltes Thema wurde für ok befunden und ich finde es hört sich auch richtig schön wissenschaftlich an:

Welchen Effekt hat die Nutzung einer digitalen Lernplattform (Moodle) in einer Weiterbildungsmaßnahme für Erwachsene, auf die Erreichung der formulierten Lernziele?

Hypothesen

H1: Je öfter die Lernplattform genutzt wird, desto größer ist das Faktenwissen

Operationalisierung (zum Beispiel)

  • Faktenwissen:
    • die Teilnehmer wissen welches Bildungsverständnis dem Ansatz zugrunde liegt
    • die Teilnehmer kennen das Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren des Ansatzes
    • die Teilnehmer kennen die Entstehungsgeschichte
    • die Teilnehmer kennen die pädagogischen Inhalte
    • die Teilnehmer kennen Methoden zur Umsetzung des Ansatzes

H2: Je häufiger die Lernplattform genutzt wird desto größer ist die (subjektiv empfundene) Kompetenz an der Lerngemeinschaft zu partizipieren

Operationalisierung (zum Beispiel)

  • Beitrag zur „Lernende Gemeinschaft“

    • Meine Fragen wurden im Forum ausführlich beantwortet
    • Die Probleme der Anderen waren meinen ähnlich
    • die Sichtweise der anderen half mir Sachverhalte besser zu verstehen
    • Ich konnte Ideen der anderen aufgreifen und einbeziehen
    • die Zustimmung im Forum ermutigte mich etwas in der Praxis auszuprobieren
    • die Zustimmung der Teilnehmer gab mir das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein
  • Kontakt zu den Teilnehmer

    • Ohne Moodle habe ich zwischen den Präsenzmodulen wenig Kontakt zu den Teilnehmern
    • Ich hab zu einigen TN Kontakt auf anderen Wegen

Von der Theorie her habe ich mich bislang auf digitale Erwachsenenbildung und „collaborative Learning“ gestützt:

Wheeler, S. (2010). Adult learning in the digital age: perspectives on online technologies and outcomes. Interactive Learning Environments(Vol. 18). http://doi.org/10.1080/10494821003790673

Maresca, P., Guercio, A., Stanganelli, L., & Arndt, T. (2014). Experiences in Collaborative Learning. Journal of E-Learning and Knowledge Society, 10(3). Retrieved from /p/150728/

Meishar-Tal, H., & Tal-Elhasid, E. (2008). Measuring Collaboration in Educational Wikis – A Methodological Discussion. International Journal of Emerging Technologies in Learning (iJET), 3(2008). Retrieved from /p/45194/ Du, J., Durrington, V. A., & Mathews, J. G. (2007).

Kayler, M., & Weller, K. (2007). Pedagogy, self-assessment, and online discussion groups. Educational Technology and Society, 10(1), 136–147.

Kühar, A. (2011). The influence of media for self-study on learning chemistry in the adult education. d/36)

Erst mal Freude darüber nicht ganz daneben zu liegen und zugleich das dumpfe Gefühl von vollkommener Ahnungslosigkeit.

Hausarbeit die Zweite

Es geht wieder los, die heiße Phase des Semesters beginnt. Weihnachten liegt schon wieder ewig zurück und die Ziele vom letzten Blog sind sogar mehr als erreicht 🙂 Für die HA im Modul 2 soll ein Evaluationskonzept erstellt werden. Was liegt da näher, als meine Moodle-Seite herzunehmen… Thema steht, Arbeit ist rechtzeitig angemeldet, dem Erfolg steht also nichts mehr im Wege 😉 Es geht mir darum rauszufinden, ob sowohl das Faktenwissen, als auch die collaborative Zusammenarbeit mit dem Besuch der Lernplattform angereichert wird. Es gilt eine Forschungsfrage zu formulieren, Hypothesen zu bilden und einen geeigneten Fragebogen zu erstellen. Das Ganze muss dann natürlich noch in ein theoretisches Konzept eingebettet sein. Klingt nach viel Arbeit und das ist es auch. Im Forum bekommt man aber richtig gute Unterstützung: die Betreuer antworten superzeitnah und so, dass es sehr weiterhilft. Bevor ich das Inhaltliche angehe, beschäftige ich mich mit der Fragebogenerstellung, was mit dem Werk von Sabine Kirchhoff recht kurzweilig ist. Was ich da lerne werde ich in meinem wiki festhalten.

Außerdem nehme ich gerade an einem MOOC Teil und vertiefe noch ein bisschen meine Moodle-Kenntnisse. Das macht großen Spaß und der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen. 

Nun aber ran an die Theorie des Fragebogenserstellens – der Abgabetermin kommt ja dann doch viel schneller, as man glaubt 😉

wissenschaftlich relevant, logisch gegliedert, konstruktiv kritisiert

Da hab ich jetzt mal aus der Bewertung zu meiner kommentierten Bibliographie ein paar Worte rausgepickt: sehr große Freude 🙂 (Was sonst noch in der Bewertung stand lass ich besser mal weg) Heißt für mich, ich darf auch dieses Semester wieder eine Hausarbeit schreiben, bis ich damit anfange hab ich aber noch viele schöne andere Sachen zu tun: Inzwischen sind zu dem Blog noch zwei weitere Seiten hinzugekommen: Ein Moodle-Kurs (stolz wie Bolle) und ein MediaWiki (steht noch nicht viel drin). Da hab ich ganz schön was zu tun, aber es dient ja alles auch dem Lernfortschritt… Natürlich arbeite ich auch noch fleißig an der Pandoc-LateX-Make-Git Sache (wie hier schon angekündigt) und setzte mir bis zum 4. Januar folgende Ziele:

  1. mit dem schreib-workflow endgültig fertig zu sein
  2. den Hauch einer Idee für die Hausarbeit zu haben.

Nun aber zurück zu Weihnachten: Familientreffen mit Wanderung und lecker essen im Türmle. Schön.

Clark- Kozma Debatte

In den letzten 10 Tagen hatten wir die Aufgabe, über die kontroversen Meinungen von Clark und Kozma zum Thema: „Einfluss von Medien auf den Lernerfolg“ zu diskutieren. Clark meint die Methode hat keinen Einfluss, entscheidend für den Lernerfolg ist nicht die Methode, sondern die Instruktion. Die Medien seien lediglich ein Transportmittel (Clark 1994) . Kozma dagegen bescheinigt den Medien sehr wohl einen Einfluss, denn er geht von einer konstruktivistischen Lerntheorie aus, in der Methode, Instruktion, soziales Umfeld usw. untrennbar verbunden sind und sich bedingen (Kozma 1994). Die Debatte ist schon viele Jahre alt, wird aber immer noch rauf und runter diskutiert. Wir haben uns in einem Vorbereitungsforum ausgetauscht und dann Argumente in die Debatte eingebracht. Es war eine spannende, anspruchsvolle Aufgabe und wir Kozmas waren natürlich die Besten :)) Und schon gehts weiter mit Aufgabe 3, die (noch) wie ein Buch mit 7 Siegeln vor mir liegt: Zeigen Sie auf, wie Lernerfolg und Qualität von Online-Lernen gemessen werden können. Sie entwickeln im Rahmen der Hausarbeit ein Evaluationskonzept für ein konkretes Beispiel, etwa einen Kurs oder eine Bildungsmaßnahme aus ihrem beruflichen Kontext… Dies schließt den Test des zu entwickelnden Evaluationsinstrumente mit ein. Hä?

CLARK, R. 1994. Media will never influence learning, Educational Technology Research and Development, 42 (2), pp.21-29.
KOZMA, R. 1994. Will media influence learning? pedagogy of possibility, New York: Bergin & Garvey. Reframing the debate, Educational Technology SIMPSON, M. 1994. Neurophysiological considera- Research and Development, 42 (2), pp.7-1

Kommentierte Bibliographie

So. Aufgabe 1 von Modul 2 fünf Stunden vor Zielschluss abgegeben. Wieder mal viel zu spät angefangen, alles sehr hektisch 🙁 Letztlich hat es doch wieder Spaß gemacht, es ging um 5 Artikel zum online- Lernen. Jedes Versuchsdesign ist anders, jeder findet was anderes heraus: mal ist online-lernen im Vergleich zum Face-to-face lernen besser – mal (aber selten) schlechter, bezogen auf Klausurergebnisse. Es gibt so tolle Möglichkeiten und wir nutzen sie nicht, das ist jammerschade, denn auch Schüler könnten sehr davon profitieren (z.B.: Comparison of Face-to-Face and Online Mathematics Learning of Sixth Graders, http://eric.ed.gov/?id=EJ1006169

Bis ich aber endlich angefangen habe – welch ein Kampf. Eine Studienkollegin hat einen tollen Link zum Thema Procastination eingestellt: waitbutwhy Super Artikel, mit dem man viel Zeit totschlagen kann 🙂

Natürlich hat auch die Technik wieder eine große Rolle gespielt: weder Papier noch Stift waren im Einsatz, dafür Atom, Marked2, texlive, Overleaf, Github…Mehr darüber in Kürze 😉

  

Dagegen sieht der Arbeitsplatz meiner Tochter (immer noch) so aus:

  Warum auch nicht? Jedem das seine und immerhin hat sie inzwischen ein Wörterbuch auf dem iPod, der allerdings unter dem Papier begraben ist …